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Gong Smart Trackers einrichten: Wettbewerber, Einwände und Botschaftsnutzung in Verkaufsgesprächen erfassen

365Finds Editorial
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Für Verantwortliche im Produktmarketing (PMM) und Sales Enablement sind Kunden- und Vertriebsgespräche die unmittelbarste Quelle für ungeschminktes Markt-Feedback. Hunderte Stunden von Aufzeichnungen manuell durchzuhören, um die Umsetzung einer neuen Positionierung zu überprüfen oder Wettbewerbsdruck zu messen, ist jedoch weder wirtschaftlich noch skalierbar. Gong löst diesen Engpass über Konversationstracker. Ursprünglich als Smart Trackers bekannt und inzwischen auf der Gong-Plattform unter AI Trackers (KI-Tracker) gebündelt, erkennen diese auf maschinellem Lernen basierenden Modelle Konzepte, Absichten und Kontextzusammenhänge in Anrufen und E-Mails weit über starre Stichwortsuchen hinaus.

Für eine erfolgreiche Einrichtung müssen Teams die Tracker-Typen zielgerichtet auswählen, die Sprecherzuordnung (Speaker Attribution) präzise definieren und die Tracker-Daten nahtlos mit den Initiative Boards des Produktmarketings sowie den Coaching-Routinen des Enablements verknüpfen.


1. Strategische Einordnung: Anwendungsfälle den Tracker-Typen zuordnen

Gong stellt drei Tracking-Verfahren bereit. Die Wahl des passenden Modells verhindert Fehlalarme, minimiert den Pflegeaufwand und schont das Gong-Guthaben (Credits).

AnwendungsfallEmpfohlener Tracker-TypZiel-Sprecher (Speaker)Primäres Messziel
WettbewerbserwähnungenHybrid: Keyword-Tracker + KI-TrackerInteressent/Kunde & VertriebsmitarbeiterErfassen exakter Markennamen und tiefgehende Analyse von Vergleichen oder Ablösevorhaben.
KundeneinwändeKI-Tracker (Benutzerdefiniert oder "By Gong")Interessent / Kunde (Customer)Identifikation von Bedenken zu Preisgestaltung, Budgetstopps, Einführungsaufwand oder Altverträgen unabhängig von der exakten Wortwahl.
Einführung neuer BotschaftenBenutzerdefinierter KI-TrackerVertriebsmitarbeiter (Sales Rep)Überprüfung, ob neue Wertversprechen, ROI-Modelle und Argumentationsleitfäden in relevanten Deal-Phasen konsequent vorgetragen werden.

Die drei Tracker-Modelle im Vergleich

  1. Keyword-Tracker: Durchsuchen Konversationen nach unveränderlichen Begriffen (z. B. Konkurrenzmarken oder rechtliche Pflichtformulierungen). Sie sind nach dem Speichern sofort aktiv und verbrauchen keine Gong-Credits.
  2. Vordefinierte KI-Tracker ("AI Trackers by Gong"): Von Gong anhand von Millionen Gesprächen trainierte Modelle für universelle Vertriebskonzepte wie Preisgestaltung (Pricing), Entscheidungsträger (Decision Makers) oder Kundenherausforderungen (Customer Pains). Sie erfordern keine Eingabe von Prompts und verbrauchen keine Credits.
  3. Benutzerdefinierte KI-Tracker (Custom AI Trackers / Smart Trackers): Nutzen Fragen in natürlicher Sprache, um komplexe Absichten zu erkennen (z. B. „Hat der Kunde Bedenken bezüglich der Dauer der Datenmigration geäußert?“). Sie verbrauchen Gong-Credits basierend auf dem Volumen der analysierten Gespräche und E-Mails.

2. Schritt-für-Schritt-Konfiguration im Gong Admin Center

Für das Erstellen und Bearbeiten von KI-Trackern wird in Gong die Berechtigung Manage AI Trackers benötigt. Da Tracker auf Workspace-Ebene arbeiten, muss vor Beginn sichergestellt werden, dass im gewünschten Workspace gearbeitet wird.

Schritt 1: AI Tracker-Einstellungen aufrufen

  1. Melden Sie sich bei Gong an und navigieren Sie in der linken Seitenleiste zum Admin center.
  2. Bewegen Sie unter Agent Studio den Mauszeiger auf AI Tracker und wählen Sie Settings.
  3. Klicken Sie oben rechts auf die Schaltfläche New tracker und wählen Sie AI tracker.

Schritt 2: Erstellungsmethode wählen (Question Builder vs. Free-Text)

Gong bietet zwei Wege zur Definition des Konzepts:

Schritt 3: Sprecherzuordnung und Kontext präzisieren

Die Sprecherfilterung (Speaker Attribution) ist die wichtigste Einstellung für valide Messergebnisse:

Schritt 4: Geltungsbereich und Filter definieren

Grenzen Sie den Analysebereich ein, um unnötigen Credit-Verbrauch zu vermeiden:

Schritt 5: Vorschau prüfen, Credits abschätzen und veröffentlichen

  1. Klicken Sie auf Preview, um den Entwurf an historischen Anrufen und E-Mails zu testen.
  2. Prüfen Sie die markierten Transkriptauszüge auf Treffergenauigkeit und korrigieren Sie Fehlalarme durch Präzisierung der Fragestellung.
  3. Kontrollieren Sie den vom System prognostizierten Credit-Verbrauch.
  4. Benennen Sie den Tracker nach einer einheitlichen Unternehmenstaxonomie (z. B. [PMM] Wettbewerb - Mitbewerber A, [Enablement] Pitch - Q3 Plattform-Release, [Vertrieb] Einwand - Budgetgrenze).
  5. Klicken Sie auf Publish, um den Tracker zu aktivieren.

3. Best Practices für das Produktmarketing (PMM)

Nach der Aktivierung kann das Produktmarketing qualitative Gesprächsfragmente in belastbare Marktkennzahlen übersetzen, um Positionierung und Produkt-Roadmap fundiert anzupassen.

Akzeptanz neuer Botschaften mit Initiative Boards verfolgen

Unter Insights > Initiatives können PMM-Teams eigene Boards für Kampagnen und Produktlaunches einrichten:

  1. Erstellen Sie ein neues Board für die jeweilige Markteinführung.
  2. Weisen Sie bis zu sechs KI-Tracker zu, die die tragenden Säulen des neuen Pitches abbilden (z. B.: ROI-Modell, Sicherheitsarchitektur, Prozessautomatisierung).
  3. Wechseln Sie zwischen den beiden zentralen Ansichten:
    • View by Calls % (Anteil der Anrufe): Zeigt den Prozentsatz der relevanten Anrufe, in denen das Argument vorgetragen wurde; ideal zur Messung der Umsetzung nach Schulungen.
    • View by Deals % (Anteil der Verkaufschancen): Gibt an, ob das Argument mindestens einmal im Laufe des Verkaufszyklus die Entscheidungsträger erreicht hat.
  4. Verfolgen Sie die Akzeptanzkurve über 30, 60 und 90 Tage. Liegt ein Team nach vier Wochen unter 40 %, können Enablement und PMM gezielte Nachschulungen initiieren.

Wettbewerbsbeobachtung auf Datenbasis


4. Best Practices für Sales Enablement Leader

Die Kernaufgabe des Sales Enablement besteht darin, erfolgreiche Verhaltensweisen von Spitzenverkäufern für die gesamte Organisation replizierbar zu machen.

Playlists für vorbildliche Einwandbehandlung kuratieren

  1. In der Gong Call Library nach Gesprächen filtern, in denen der Tracker [Vertrieb] Einwand - Budgetgrenze angeschlagen hat.
  2. Filter für Top-Performer oder erfolgreich gewonnene Abschlüsse (Closed-Won) hinzufügen.
  3. Kurze Abschnitte von 60 bis 90 Sekunden herausschneiden, in denen Einwände souverän über Wertargumentation oder modulare Einführungspläne entkräftet wurden.
  4. Diese Ausschnitte in einer thematischen Playlist in der Gong-Bibliothek für Onboarding und Team-Schulungen bereitstellen.

Echtzeit-Intervention über Gong Streams

Führungskräfte können nicht jedes Meeting begleiten. Durch das Konfigurieren von Streams lassen sich automatisierte Alarmregeln etablieren:

Verankerung in Coaching-Scorecards

Tracker-Ergebnisse direkt in Gong-Bewertungsbögen (Scorecards) einbinden, um objektiv zu prüfen, ob Vertriebsmitarbeiter bei Einwänden die geschulten Argumentationsmuster anwenden. So basieren 1:1-Gespräche auf Daten statt auf subjektiven Eindrücken.


5. Governance, Guthaben-Management und Praxishinweise

Um die Systemstabilität und Budgetkontrolle dauerhaft zu gewährleisten, sollten folgende Richtlinien beachtet werden:

  1. Credit-Guthaben überwachen: Benutzerdefinierte KI-Tracker verbrauchen Gong-Credits pro analysierter Konversation. Ist das Guthaben erschöpft, werden aktive KI-Tracker automatisch pausiert und müssen nach dem Nachladen manuell reaktiviert werden. Keyword-Tracker und vorgefertigte "By Gong"-Tracker laufen unterbrechungsfrei weiter.
  2. Zeitlich befristete Tracker terminieren: Für zeitlich begrenzte Kampagnen (z. B. 60-tägige Produktlaunches) Start- und Enddaten hinterlegen, um dauerhaften Hintergrundverbrauch zu vermeiden.
  3. Zu vage Fragestellungen vermeiden: Fragen wie „Gefiel dem Kunden das Produkt?“ führen zu Verzerrungen. Formulieren Sie präzise Fragen zu beobachtbarem Verhalten, etwa: „Hat der Kunde Bedenken bezüglich fehlender API-Schnittstellen geäußert?“.
  4. CRM-Synchronisation berücksichtigen: Gong überträgt KI-Tracker-Ergebnisse standardmäßig mit dem Präfix [Smart] in die Salesforce-Gesprächsdaten. Stellen Sie gemeinsam mit dem CRM-Administrator sicher, dass diese Felder auf den Opportunity-Seiten für alle beteiligten Teams sichtbar sind.

Referenzen