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So Konfigurieren Kundenservicemitarbeiter und Remote-Teams Krisps Bidirektionale KI-Geräusch- und Echounterdrückung für Live-Anrufe

365Finds Editorial
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In Kundenservice-Centern und dezentralen Remote-Teams sind störende Hintergrundgeräusche ein ständiges Problem: Auf Seiten der Servicemitarbeiter stören Stimmengewirr im Großraumbüro, lautes Tippen auf mechanischen Tastaturen oder Haushaltsgeräusche im Homeoffice; auf Seiten der Kunden dringen Flughafenansagen, Straßenverkehr oder Maschinengeräusche in die Leitung. Bleiben diese Störgeräusche ungefiltert, steigen die durchschnittliche Bearbeitungszeit (AHT) und die Hörermüdung drastisch, während die Erstlösungsquote (FCR) sinkt.

Krisp löst diese Herausforderung durch eine bidirektionale KI-Audioverarbeitung: Die Software filtert nicht nur ausgehende Hintergrundgeräusche aus dem Mikrofon des Mitarbeiters, sondern bereinigt auch eingehende Audiosignale des Kunden in Echtzeit und eliminiert zeitgleich akustische Echos (AEC) sowie Raumhall.

Damit Krisp bei Live-Anrufen seine volle Leistung entfalten kann, müssen die virtuellen Audiotreiber korrekt zugewiesen, die physische Hardware richtig eingebunden und kollidierende plattforminterne Rauschunterdrückungen deaktiviert werden. Die folgende Anleitung bietet einen praxiserprobten Leitfaden für Support-Mitarbeiter, Remote-Teams und Contact-Center-Administratoren.


Funktionsweise der Virtuellen Audiotreiber-Architektur von Krisp

Für eine fehlerfreie Konfiguration muss das dreistufige Routing-Modell verstanden werden, das Audiosignale lokal auf dem Endgerät verarbeitet:

[ Physisches Headset-Mikrofon ] ---> [ Krisp-App: Lokale KI-Rausch- & Hallfilterung ] ---> [ Virtuelles Gerät "Krisp Microphone" ] ---> [ Softphone / Meeting-App ]
                                                                                                                                           |
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                                                                                                                                           |
[ Physischer Headset-Lautsprecher ] <-- [ Krisp-App: Eingehende KI-Filterung / AEC ] <--- [ Virtuelles Gerät "Krisp Speaker" ] <--------- [ Softphone / Meeting-App ]
  1. Hardware-Ebene: Das physische USB-/Bluetooth-Headset, der Klinkenanschluss oder externe Mikrofone und Lautsprecher des Mitarbeiters.
  2. Krisp-Engine-Ebene: Die Desktop-Anwendung, die tiefe neuronale Netze lokal auf dem Rechner ausführt (bei einer minimalen Latenz von nur 5 bis 20 ms und ohne Weiterleitung von Sprachdaten in die Cloud).
  3. Anwendungsebene: Das Contact-Center-Softphone (Genesys Cloud, Five9, NICE CXone, Talkdesk, Zendesk Talk, Salesforce Service Cloud, Dialpad, Avaya) oder UC-Tools (Zoom, Microsoft Teams, Google Meet, Slack, Cisco Webex).

Anstatt das Headset direkt im Telefonieprogramm auszuwählen, fungieren die beiden virtuellen Treiber von Krisp als intelligente Zwischenschicht: Krisp Microphone (bereinigtes Mikrofonsignal) und Krisp Speaker (bereinigtes Kundensignal).


Schritt-für-Schritt-Anleitung für Mitarbeiter und Remote-Teams

Schritt 1: Physische Hardware in der Krisp-Desktop-App zuweisen

  1. Öffnen Sie die Krisp-Desktop-Anwendung unter Windows oder macOS.
  2. Im Bereich Microphone (Mikrofon):
    • Wählen Sie im Dropdown-Menü Ihr physisches Headset oder Mikrofon aus (z. B. Jabra Evolve2, Poly Blackwire oder Logitech Zone).
    • Schalten Sie den Schalter Remove Noise (oder Cancel My Noise) auf EIN. Dies aktiviert die ausgehende KI-Geräuschunterdrückung für Tastaturklappern, Gespräche im Hintergrund und Lüftergeräusche.
  3. Im Bereich Speaker (Lautsprecher):
    • Wählen Sie im Dropdown-Menü Ihren physischen Kopfhörer oder Lautsprecher aus.
    • Schalten Sie den Schalter Remove Noise (oder Cancel Others' Noise) auf EIN. Dies aktiviert die eingehende Filterung, damit Umgebungsgeräusche des Anrufers herausgefiltert werden, bevor sie Ihr Ohr erreichen.

Wichtiger Hinweis: Wählen Sie innerhalb der Krisp-App niemals „Krisp Microphone“ oder „Krisp Speaker“ aus. In Krisp selbst muss immer die tatsächliche physische Hardware hinterlegt werden.


Schritt 2: Softphone und Telefonieprogramme auf Krisp-Geräte umstellen

Damit die Audiodatenströme beider Richtungen von Krisps KI-Modellen verarbeitet werden, müssen die Audioeinstellungen im Softphone oder Konferenzprogramm angepasst werden:

  1. Öffnen Sie die Geräteeinstellungen Ihrer Telefonie-Software (z. B. Zoom: Einstellungen > Audio; Teams: Einstellungen > Geräte; oder die Audiooptionen des Web-Dialers).
  2. Mikrofon (Audioeingang): Wählen Sie Krisp Microphone.
  3. Lautsprecher (Audioausgang): Wählen Sie Krisp Speaker.

Warum müssen BEIDE Geräte – "Krisp Microphone" UND "Krisp Speaker" – ausgewählt werden?

Häufig weisen Mitarbeiter fälschlicherweise nur das Mikrofon zu. Das Auslassen des virtuellen Lautsprechers führt zu zwei gravierenden Funktionsausfällen:


Schritt 3: Plattforminterne Rauschunterdrückung deaktivieren (Doppelverarbeitung verhindern)

Der häufigste Grund für abgehackte, metallische oder dumpfe Stimmen („Unterwasser-Effekt“) ist die sogenannte Doppelverarbeitung. Wenn herkömmliche Algorithmen von Zoom oder Teams parallel zu Krisps tiefen neuronalen Netzen laufen, werden natürliche Frequenzbereiche der menschlichen Stimme versehentlich abgeschnitten.

Deaktivieren Sie vor Schichtbeginn die nativen Filter in Ihren Kommunikationsprogrammen:

Indem Sie die gesamte Audiooptimierung exklusiv Krisp überlassen, bleibt die Stimme warm, voll und vollkommen frei von Hintergrundlärm.


Echounterdrückung im Detail: Akustisches Echo vs. Raumhall

Krisp unterscheidet und beseitigt zwei grundlegend verschiedene akustische Phänomene:

1. Akustische Echounterdrückung (Acoustic Echo Cancellation, AEC)

2. Raumhallunterdrückung (Room Echo Cancellation / Dereverberation)


Betriebssystem- und Browser-Besonderheiten

Globale Systemstandards definieren

Um sicherzustellen, dass neue Browser-Tabs oder aktualisierte Dialer nicht auf Hardware-Standardwerte zurückfallen:

WebRTC-basierte Browser-Softphones

Plattformen wie Salesforce Omni-Channel oder Zendesk Talk laufen oft im Browser:


Zentrale Administration für Contact Center und Großunternehmen

Für IT-Leiter und Supervisoren, die hunderte verteilte Mitarbeiter betreuen, bietet Krisp ein zentrales Webportal (account.krisp.ai):

  1. Intensitätsregler für eingehende Kundengeräusche (Customer Noise Cancellation): Unter Team Settings > Products > Noise Cancellation kann die Stärke der Filterung für Kundenstimmen definiert werden:
    • Full (Vollständig): Entfernt sämtliche Umgebungsgeräusche des Anrufers restlos – ideal für rein transaktionale Standardanfragen.
    • Low / Moderate (Moderat): Dämpft schrille Störgeräusche, bewahrt jedoch dezente Kontextgeräusche (wichtig, falls Mitarbeiter erkennen müssen, ob ein Anrufer sich im Notfall oder Straßenverkehr befindet).
  2. Automatisierte Massenverteilung: Verteilung über Softwareverteilungstools (Microsoft Intune, Jamf) via MSI- (Windows) oder PKG-Pakete (Mac). Gruppenrichtlinien verhindern, dass Agenten Krisp versehentlich deaktivieren.
  3. Optimierung für VDI-Umgebungen: Krisp unterstützt Citrix Workspace, VMware Horizon und Amazon WorkSpaces. Die KI-Rechenlast wird auf die lokalen Thin Clients ausgelagert, wodurch die CPU-Last auf den Host-Servern minimal bleibt.
  4. Datensicherheit und Compliance: Die Sprachverarbeitung findet zu 100 % lokal auf dem Endgerät statt. Es werden keine Audiodaten zu Verarbeitungszwecken in die Cloud übertragen. Damit erfüllt Krisp strengste Anforderungen nach PCI-DSS, HIPAA, SOC 2 Typ II und DSGVO.

30-Sekunden-Checkliste vor Schichtbeginn

SchrittPrüfpunktFunktionsprüfung
1Krisp Physisches MikrofonBeim Sprechen schlägt der grüne Pegelbalken in Krisp aus.
2Krisp Physischer LautsprecherBeim Klick auf den Testton ertönt ein klares Signal im Headset.
3Krisp-RauschschalterSchalter „Remove Noise“ bei Mikrofon und Lautsprecher sind grün (aktiv).
4Geräte im SoftphoneEingang steht auf „Krisp Mic“, Ausgang auf „Krisp Speaker“.
5Plattforminterne FilterNative Rauschfilter in Zoom/Teams sind deaktiviert oder auf „Niedrig“.

Fazit und Praxistipps

Bidirektionale KI-Geräuschunterdrückung steigert die Effizienz im Kundenservice und in Remote-Teams spürbar. Indem Hintergrundlärm an beiden Enden der Gesprächsleitung eliminiert wird, sinken Rückfragen, die Gesprächszeit verkürzt sich und die Professionalität im Kundendialog steigt messbar.

Während Einzelnutzer und kleine Teams bereits mit den Standardtarifen von reibungslosen Meetings in Zoom und Teams profitieren, erhalten größere Contact Center mit der Enterprise-Lösung administrative Richtlinienkontrolle, VDI-Unterstützung und eine einheitliche, studio-taugliche Audioqualität an jedem Arbeitsplatz.


Referenzen