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Bösartige Lua-Payloads und Supply-Chain-Angriffe im Steam Workshop erkennen und abwehren

365Finds Editorial
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Matrix für Supply-Chain-Angriffe und Schadcode im Steam Workshop

Der Steam Workshop hostet unzählige Community-Erweiterungen für Sandbox-Titel wie Garry's Mod oder Project Zomboid. Angreifer kapern die Software-Lieferkette, indem sie verlassene beliebte Mods erwerben oder Entwickler-Accounts hacken, um bösartige Updates auszurollen. Diese landen unbemerkt im Hintergrund auf den Rechnern der Spieler, wo obfuskierte Lua-Skripte Discord-Tokens, Browser-Cookies und Steam-Sitzungsdaten abgreifen.

AngriffsvektorAusführungsmechanismusZiel-AssetsTypische Alarmsignale
Obfuskierte Lua-SkripteBase64/XOR-Ketten mit RunString dynamisch ausgeführtDiscord-Tokens, Browser-PasswörterAntivirensoftware meldet Funde in Addon-Ordnern
Versteckte HTTP-Exfiltrationhttp.Fetch / http.Post zu unbekannten C2-ServernSteam-Cookies, IP-Adresse, Hardware-IDAusgehender Netzwerkverkehr im Einzelspieler
Binärer Dropper (.dll / .exe)Lua ruft externe DLLs für Malware-Nachladung aufVollständige SystemkompromittierungWindows Defender blockiert DLL-Dateien
Automatische Workshop-UpdatesSilent-Deployment über kompromittierten EntwicklerUnbemerkte Ausführung ohne VorwarnungAbstürze oder seltsame Pop-ups beim Serverbeitritt

Schritt 1: Lokalen Workshop-Cache auf verdächtige Skripte prüfen

Abonnierte Inhalte liegen in nummerierten Unterordnern Ihrer Steam-Bibliothek:

  1. Das Workshop-Verzeichnis aufrufen:
[SteamLibrary]\steamapps\workshop\content\[AppID]\

(Die AppID für Garry's Mod lautet beispielsweise 4000). 2. PowerShell öffnen und alle Lua-Dateien nach gefährlichen Funktionen durchsuchen:

Get-ChildItem -Path "[SteamLibrary]\steamapps\workshop\content\4000" -Recurse -Filter "*.lua" | Select-String -Pattern "compilestring", "RunString", "fromhex", "base64"
  1. Seriöse Mods nutzen so gut wie nie mehrfach verschlüsselte Base64-Payloads in der Spiellogik. Treffer mit kryptischen Strings oder Web-Adressen sollten sofort entfernt werden.

Schritt 2: Netzwerk-Exfiltration mit TCPView entlarven

Prüfen Sie, ob ein Mod im Hintergrund sensible Zugangsdaten an externe Server sendet:

  1. Das Tool TCPView von Microsoft Sysinternals starten.
  2. Nach dem Prozess des Spiels filtern (z. B. hl2.exe).
  3. Das Spiel starten und einen lokalen Einzelspieler-Spielstand laden.
  4. Baut der Prozess während des Offline-Spiels ausgehende Verbindungen zu unbekannten IP-Adressen oder Discord-Webhooks auf, ist eine aktive Spionage-Routine am Werk.
  5. Den Spielprozess unverzüglich im Task-Manager beenden.

Schritt 3: Notfallprotokoll und Kontobereinigung

Wurde ein infizierter Mod geladen:

  1. Den Mod im Workshop deabonnieren und das zugehörige Verzeichnis unter steamapps\workshop\content\[AppID] manuell löschen.
  2. Alle aktiven Steam-Sitzungen sofort abmelden:
    • Steam > Einstellungen > Sicherheit > Alle anderen Geräte abmelden.
  3. Das Steam-Passwort von einem sauberen Gerät (z. B. Smartphone) aus ändern.
  4. Einen vollständigen Offline-Virenscan mit Windows Defender durchführen:
Start-MpWDOScan
  1. Die Steam-Web-API-Seite (https://steamcommunity.com/dev/apikey) prüfen und jeden unautorisierten API-Schlüssel unverzüglich widerrufen.