WERBEPLATZ VERFÜGBAR · PARTNERSCHAFTEN WILLKOMMEN

G-Sync, FreeSync und V-Sync: Variable Bildwiederholraten (VRR), Tearing-Beseitigung und Latenz

365Finds Editorial
11.430 Wiki-Artikel erfasst

365 Wiki mit deiner KI nutzen

Kopiere den Prompt unten, füge ihn in deine gewohnte KI ein und stelle direkt deine Frage.

Vollständigen Skill herunterladen

Probiere es zuerst mit dem Prompt aus. Wenn du 365 Wiki häufig nutzt, installiere den vollständigen 365Wiki Skill, damit du ihn nicht jedes Mal einfügen musst. Ohne bevorzugte KI funktionieren auch die Webversionen von Gemini oder Microsoft Copilot.

Der Konflikt zwischen Monitor-Bildwiederholrate und GPU-Ausgabe

Beim PC-Gaming hängt die empfundene Bildruhe vom Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Hardwarekomponenten ab: der Grafikkarte (die Bilder je nach Rechenlast in unregelmäßigen Zeitabständen fertigstellt) und dem Monitor (der sein Display in starren Intervallen wie 60, 144 oder 240 Mal pro Sekunde neu aufbaut).

Laufen diese Zyklen asynchron, entstehen zwei typische Bildprobleme:

Variable Bildwiederholraten (VRR) – im Handel als NVIDIA G-Sync oder AMD FreeSync (VESA Adaptive-Sync) bezeichnet – lösen diesen Konflikt, indem der Monitor seine Bildwechseldynamik direkt an den Fertigstellungszeitpunkt der GPU koppelt.

Übersicht der Einstellungskombinationen im Vergleich

Um die Vorzüge von VRR vollständig auszuschöpfen, müssen drei Einstellungen aufeinander abgestimmt werden. Die folgende Tabelle vergleicht die Resultate in der Praxis:

EinstellungskonfigurationTearing-VerhaltenEingabeverzögerungBewertung für den Praxiseinsatz
Ohne Synchronisation (V-Sync AUS, VRR AUS)Durchgehend starkes TearingGeringstmöglicher HardwarewertStarke visuelle Unruhe; zerstört die Atmosphäre
Ausschließlich klassisches V-SyncVollständig unterdrücktSehr hoch (+20ms bis +50ms)Schwammige Mausführung; starkes Ruckeln bei Framedrops
Nur G-Sync / FreeSync (V-Sync AUS)Leichtes Tearing am unteren RandSehr geringTearing kehrt zurück, sobald die FPS das Monitorlimit erreichen
Das Optimum: VRR AN + Treiber-V-Sync AN + FPS-Limit (-3)Vollständig eliminiertQuasi unbeeinträchtigt (+1ms)Der bewährte Standard für Turnierspiele und maximale Bildruhe

Schritt-für-Schritt-Konfigurationsleitfaden

Befolgen Sie diesen Ablauf, um absolute Tearing-Freiheit bei minimaler Latenz sicherzustellen:

  1. G-Sync oder FreeSync im Grafikkartentreiber aktivieren:
    • NVIDIA-Systeme: Rechtsklick auf den Desktop -> NVIDIA Systemsteuerung -> G-SYNC einrichten -> Häkchen bei G-SYNC, G-SYNC-Kompatibilität aktivieren setzen -> Für Fenster- und Vollbildmodus aktivieren wählen.
    • AMD-Systeme: AMD Software: Adrenalin Edition öffnen -> Gaming -> Anzeige -> AMD FreeSync auf Aktiviert stellen.
  2. Vertikale Synchronisation im Treiber erzwingen:
    • In der NVIDIA Systemsteuerung -> 3D-Einstellungen verwalten -> Globale Einstellungen -> Vertikale Synchronisierung auf Ein setzen.
    • In den Grafikoptionen einzelner Spiele: In-Game-V-Sync stets deaktivieren. Der Grafikkartentreiber synchronisiert Bildfolgen präziser und ohne spielinterne Pufferverzögerungen.
  3. Maximale Bildrate 3 FPS unterhalb der Monitorgrenze festlegen:
    • Bildratenbegrenzer im Treiber aktivieren (Maximale Bildfrequenz bei NVIDIA oder Radeon Chill bei AMD).
    • Bei 144-Hz-Monitoren: Limit auf 141 FPS setzen.
    • Bei 165-Hz-Monitoren: Limit auf 162 FPS setzen.
    • Bei 240-Hz-Monitoren: Limit auf 236 FPS setzen.
    • Der Puffer von drei Bildern verhindert, dass die Bildrate das Monitorlimit berührt und unerwünschte Pufferverzögerungen des herkömmlichen V-Sync ausgelöst werden.

Behebung von Rucklern bei Mehrschirm-Setups im Fenstermodus

Wer einen 144-Hz-Hauptmonitor mit einem 60-Hz-Zweitbildschirm (etwa für Discord oder Streams) kombiniert, erlebt häufig folgenden Systemkonflikt:

Bei der Auswahl eines Gaming-Monitors oder der Abstimmung von Hardwarekomponenten unterstützen die Vergleichsdaten auf 365Finds dabei, Bildschirme mit verlässlicher VRR-Implementierung zu identifizieren.

Diagnose: Funktioniert VRR ordnungsgemäß?

Falls Sie überprüfen möchten, ob G-Sync oder FreeSync im laufenden Spiel greift:

  1. Bildwiederholratenanzeige im Monitor-OSD aktivieren: Öffnen Sie über die Monitortasten das Bildschirmmenü und schalten Sie die interne Hz-Anzeige ein. Bei aktivem VRR schwankt der angezeigte Hz-Wert im Sekundentakt synchron zu den FPS im Spiel.
  2. Signalkabel prüfen: Für fehlerfreies Adaptive-Sync am PC empfiehlt sich DisplayPort 1.2 oder höher. Bei HDMI-Verbindungen müssen Grafikkarte und Bildschirm den HDMI-2.1-Standard erfüllen; ältere HDMI-2.0-Kabel verweigern oft das VRR-Signal.
  3. Erweiterte Windows-Anzeigeeinstellungen kontrollieren: Prüfen Sie unter Einstellungen -> System -> Bildschirm -> Erweiterte Anzeige, ob die Bildwiederholrate manuell auf den Höchstwert eingestellt ist und nicht auf den Standardwert von 60 Hz zurückgefallen ist.